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Stuttgarter Medienkongress - Was will die Generation Internet?

Am 4.5. fand der 1. Stuttgarter Medienkongress statt. Der Untertitel lautet "Was will die Generation Internet wirklich?. Ich war als einer der sogenannten Digital Natives dabei.

Am Ende des Kongresses konnte ich dieses Wort jedoch nicht mehr hören. Das Ziel wurde meiner Meinung nach auch nicht wirklich erfüllt so waren zwar viele Studenten und auch einige Schüler geladen und wurden auch ab und zu zu Ihrer Meinung gefragt, aber es wurde doch mehr über die "Zielgruppe" diskutiert als mit ihr. Besonders deutlich wurde das auf der Podiumsdiskussion zum Thema "Was will die Generation Internet Wirklich? - Strategien der Medienhäuser". Die meisten Diskutanten haben nicht Ansatzweise verstanden worum es jungen Menschen geht und versuchen ihre alten Sturkturen irgendwie aufs Internet zu übertragen oder kauen irgendetwas wieder dass ihnen sagte wurde woran sie aber selbst nicht glauben. Frau Dr. Verana Weidemann, Generalsekretärin der ARD sprach davon dass Fernsehen von Jungen Mensch immer noch soviel genutzt werde wie das Internet und deshalb noch sehr wichtig sei. Da ist es schon faszinierend wie man mit Zahlen alles mögliche ausdrücken wann was einem gerade passt. Mich würde mal viel mehr interessieren wie hoch die Nutzung von Fernsehen noch vor 10,20 Jahren war. Meine Empfindung sagt dass viele Jugendliche und Junge Erwachsene gar keinen Fernseher mehr haben. Wenn ich mich im einem Freundeskreis umhöre hat über die Hälfte nicht mal mehr einen. Oder wenn dann benutzt sie den zum Film/Serien schauen über den PC oder eine Mediabox oder schaltet den so selten an das es der Rede gar nicht mehr wert ist. Und da kann man sich meiner Meinung nicht darauf zurück ziehen und sagen Fernsehen wird noch so häufig benutzt wie das Internet. Die Tendenz ist klar. Interessant dazu sollen die KIM und die JIM Studien sein, die unter anderem die Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen untersuchen. Leider hatte ich keine Zeit mir diese anzuschauen. Aber frei nach dem Motto glaube keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast muss man auch in diesen Studien nicht die Reine Wahrheit stehen. Der einzige bei der Podiumsdiskussion, der die Jugendlichen verstanden hat war Prof. Dr. Ewald Wessling, Professor für Kommunikation im digitalen Wandel an der SRH Hochschule Berlin. Er hält die junge Generation für die "medienkompetenteste und fähigste Generation um die zukünftigen Probleme zu lösen". Wessling hat auch einen ähnlichen Vortrag zum Thema "Medialer Umbruch und Digital Natives - sehen klassische Medien alt aus?" gehalten. Einen ähnlichen Vortrag hat er auch auf der EMEX 2009 gehalten, von dem es eine Videoaufzeichnung gibt.

Ich muss dem Kongress aber zu Gute halten dass an vielen Stellen wirklich versucht wurde junge Menschen einzubinden. Das ist vermutlich ein Alleinstellungsmerkmal. Bleibt zu hoffen das einige Teilnehmer einen Einblick in das Denken der Jungen Generation erhalten haben und den ein oder anderen Gedanken weitertragen. Vor allem die Forderung nach einem Schulfach Medienkompetenz sollte nachklingen. Vielleicht gibt es nächstes Jahr wieder einen Stuttgarter Medienkongress dann hoffentlich mit noch mehr Einbindung der Digital Natives.

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